Jungtiere
Bei Jungtieren ist der Anteil tierischer Nahrung höher als bei ausgewachsenen Tieren.
Täglich etwa 60% Insekten, 40% Gemüse.
Pflanzliche kost sollte schon von klein auf angeboten werden.
Ausgewachsene Tiere
Ausgewachsene Bartagamen füttert man in der Regel alle zwei Tage mit Lebendfutter
(Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Mittelmeergrillen, Regenwürmer, etc.)
Abwechslungsreiches Gemüse sollte den adulten, als auch den Jungtieren jeden Tag angeboten werden.
(siehe Futterliste)
Was das Futter generell betrifft sind Bartagamen im Grunde nicht sehr wählerisch.
Trotzdem hat natürlich jedes auch Tier sein Lieblingsfutter welches dann meist als erstes
gefressen wird und anderem Futter vorgezogen wird.
Eine Angabe der genauen Futtermenge kann man nicht geben, da dies von Tier zu Tier verschieden ist. Einige hören auf wenn sie nichts mehr wollen, andere fressen im Staubsaugerstil so viel sie können, was auch dazu führen kann, das sie sich während der Futteraufnahme noch übergeben.
Mann soll einfach darauf schauen, das die Bartagamen bei ausgewogener und mäßiger Ernährung nicht dick erscheinen.
Ein bis zwei Fastentage pro Woche können ebenso eingelegt werden.
WICHTIG: Immer eine Schale mit Wasser bereit stellen!!
Vitamine und Mineralien
Futtertiere 2-3mal die woche mit Korvimin bestäuben
Man kann seinen Bartagamen auch direkt Korvimin in einem Schälchen verabreichen
Bei der Versorgung der Tiere mit Vitaminen sollte man es nicht
übertreiben, ein Vitaminüberschuss ist genau so schädlich wie ein
Vitaminmangel.
Zur Regulierung des Kalziumhaushalts sollte man immer eine Schale mit
zermalenen Sepiaschalen im Terrarium haben, damit sich die Tiere selbst
regulieren können. Denn sollte es zu Kalziummangel kommen, könnte es
sein, das Bartagame anfangen den Bodengrund zu fressen, was zu
Verstopfungen führen kann. Weitere bekannte für Reptilien geeignete
Vitaminpräparate sind Nekron REP und Nekton MSA. Außerdem können
weitere für Reptilien geeignete Vitaminpräparate verwendet werden.
Vitamin D³ erhalten die Tiere über die Zufuhr von UVB Strahlen. Das
Regt die Produktion des körpereigenen Vitamin D³ an. Es gibt jedoch
auch Präparate die Vitamin D³ enthalten. Vitamin D³ ist sehr wichtig,
denn ohne Vitamin D³ kann das Kalzium in den Knochen nicht abgelagert
werden, wodurch die Knochen weich werden würden.
FUTTERLISTE
Folgende Sachen können bedenkenlos angeboten werden
Acker- und Zaunwinde, Ahorn, allgemein ungiftige Wildkräuter, Beeren (z.B. Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren auch die Blätter), Blattsalat (wenig Nährwert), Brennessel samt Blüten, Broccoli (in kleinen Mengen), Dahlien (Blätter und Blüten), Endivie, Gänseblümchen, Giersch, Gurke (wenig Nährwert), Hagebuttenblüten, Haselnuss- und Weinblätter, Hibiskus, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Keimlinge jeder Art, Klee, Kresse, Kürbis (ohne Schale und Kerne), Löwenzahn, Mango, Melone (ohne Schale und Kerne), Okra, Papaya, Pastinaken, Petunienblüten, Ringelblume, Rosenblätter, Rote Beete, Ruccola, Stiefmütterchen, Taubnessel, Veilchen, Vergissmeinnicht, Vogelmiere,Vogelsalat, Zucchini, Zuckerrübenblätter
Diese Sachen sollte man ab und zu in kleinen Mengen anbieten
Heimischen Obstbaumblätter, Banane, Bohnen, Chinakohl, Feldsalat, Fenchelgrün, Hülsenfrüchte, Kernobst (z.B. Birne, Apfel), Kohlrabiblätter, frischer Mais, Mangold, Paprika, Petersilie, Basilikum u.a. Gewürzkräuter, Porree, Radieschengrün, Rosenkohl, Sellerieblätter, Sternfrucht, Tomaten
Auf diese Sachen sollte man ganz verzichten,
da sie giftig bzw. schädlich sind
Kohlarten (außer oben genannte), Dosenobst und -früchte, Ananas,
Bogenhanf, Brot, Butterblumen, Dracaena, Efeutute, Getreide, Reis,
Nudeln, Gras, Kartoffel- und Tomatenblätter, Kartoffeln, Kohlrabi,
Mistel, Obstkerne, Oliven, Pilze, Raps, Rhabarber, Sauerampfer, Spinat,
Stechapfel, Steinobst, Yuccapalmen, Zitrusfrüchte
Kräuter
Basilikum, Bohnenkraut, Brunnenkresse, Dill, Katzenminze, Majoran, Oregano, Petersilie (nur wenig da sehr reich an Oxalsäure), Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Vogelmiere, Zitronenmelisse
Übersicht der tierischen Kost
Grillen
Heimchen (Acheta domestica) / Zweifleckengrille (Gryllus bimaculatus) /
Steppengrille (Gryllus assimilis) / Gebänderte Grille (Gryllodes
sigillatus)
Schaben
Argentinische Waldschabe (Blaptica dubia) / Totenkopfschabe (Blaberus
craniifer) / Gewächshausschabe (Pycnoscelus surinamensis) / Grüne
Schabe (Panchlora nivea) / Mad. Riesenschabe, Fauchschabe
(Gromphadorrhina portentosa)
Heuschrecken
Wanderheuschrecke (Locusta migratoria) / Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria) / Grashüpfer
Käfer und Larven
Mehlwurm (Tenebrio molitor) / Getreideschimmelkäfer (Alphitobius Laevigatus) / Grosser Schwarzkäfer (Zophobas morio)
Fliegen
Grosse Stubenfliege (Musca domestica) / Fleischfliege (Calliphoridae)
Schnecken
Schnirkelschnecke
Motten
Grosse Wachsmotte (Galleria mellonella)
Sonstiges
Babymäuse, Regenwürmer