Benötigte Materialien
Holz
Hierfür brauchst du Material für Boden, Decke und Wände, vorzugsweise Holz. Wir habe OSB-Verlegeplatten verwendet, wie sie auch bspw. beim Ausbau von Dachgeschossen verwendet werden.
Haben uns gleich alles im Baumarkt auf die gewünschte größe zuschneiden lassen. Auch geeignet sind Platten aus Rohspan, da das Holz bei einem Wüstenterrarium ja nicht zwangsläufig wasserfest sein muss.
Das Holz sollte jedoch nicht zu dünn gewählt werden, da es sich ansonsten durchbiegen und evtl. die Herausnahme der Glasfront erschweren könnte.
Wir habe zb. 15mm OSB Platten gennomen.
Glas
Hierfür brauchst du zwei Glasscheiben, die hintereinander auf Glasführungsschienen auch gennant E Profil (hab ich über das Internet bestellt da es bei uns in keinem Baumarkt zu bekommen war).
Das Glas sollte an der Vorderseite des Terrariums angebracht werden und sich im geschlossenen Zustand mittig um 2-3 cm überlappen. Lasst euch von verschiedenen Gläsern Kostenvoranschläge schicken!
Man glaubt es nicht was es da für Preisunterschiede gibt!
Einrichtung
Viele Terrarien sind nur mit Sand, ein paar Ästen und evtl. noch einer Höhle als Versteck eingerichtet.
Das ist nicht nur den Tieren zu wenig, sondern sieht auch nicht sonderlich gut aus. Um einen wahren Blickfang zu konstruieren, bedarf es ein wenig mehr.
Eine naturgetreue Kletterwand mit mehrere Ebenen sowie Sonnenplätze sollten schon eingerichtet werden. Hierfür eignen sich bspw. Äste, Steine, Rinden, Futtertröge und Tränken, Pflanzen usw.
Wir haben die Einrichtung unserer Terras jedoch komplett aus Styropor gefertigt, da Styropor leicht zuzuschneiden ist. Natürlich muss das Styropor auch versiegelt werden.
Sonstiges
Das Nötigste haben wir jetzt schon, fehlt also nur noch Kleinkram (hier am Beispiel eines Terras aus Styropor): Sand Schrauben verschiedene Pinsel Teppichmesser (oder ein anderes scharfes Messer) Styropor und Styroporkleber Fliesenkleber (würde hierfür nur Flexkleber verwenden) evtl. Abtönfarbe Klarlack (unbedingt lösemittelfrei auch bekannt als Kinderlack gibt es im Baumarkt!!!)
Keramikhalterungen E27-Fassungen Kabel 1,5 mm
Der Terrarienbau
Wenn alle Materialien besorgt sind, kann es losgehen.
Zunächst müssen alle Holzwände mit einander verschraubt werden. Jetzt kann mit der Inneneinrichtung begonnen werden. Nun können Rückwände aus verschiedensten Materialien angebracht werden.
Da Bartagamen durchaus gerne klettern, sollte man bei der Materialauswahl darauf achten, dass dies auch zum Klettern geeignet ist. Hierfür eignen sich zb. Korkwände oder, wie in unserem Fall, aus Styropor selbst modellierte Wände.

Diese Variante ist jedoch zeitaufwändiger, macht jedoch einen Riesenspaß, da der Fantasie eben keine Grenzen gesetzt sind. Ein gut funktionierender Staubsauger ist hier auch von Vorteil. So gestaltet man nach Herzenslust die Wände, Sonnenplätze, Klettermöglichkeiten usw.

Spätestens jetzt sollte schon klar sein, wie die Beleuchtung des Terras aussehen soll, da man nun optimal alle Kabel hinter Schächten verschwinden lassen kann.
Und die Sonnenplätze dementsprächend modellieren kann. Ein weiterer Vorteil, das Terra aus Styropor zu basteln.

Ist das gesamte Terra nun mit Styropor verkleidet, kann man mit einem Heißluftföhn die Kanten ein wenig abrunden!

Nun kann mit der Versiegelung begonnen werden. Hierfür eignet sich insbesondere Flexkleber (ebenfalls erhältlich in jedem Baumarkt), da er elastischer ist als Fliesenkleber und sich dadurch nicht so schnell Risse bilden. Gemischt mit Wasser wird dieser nun mit einem Pinsel o.ä. Aufgetragen.

Dieser Vorgang sollte unbedingt mehrmals erfolgen, da nach einmaligem Auftragen die Flexkleberschicht so dünn ist, dass sie von den scharfen Krallen der späteren Bewohner einfach aufgerissen werden und das Styropor zum Vorschein kommt. Wir empfehlen, mindestens 3 Lagen aufzutragen, immer gut Trocknen lassen da sonst leicht Risse entstehen können.
Je mehr Schichten desto besser natürlich. Je nach Belieben kann in die letzte Schicht Flexkleber auch Farbe eingemischt werden, muss aber nicht.
Wir haben Farbe eingemischt da es besser aussieht! Ist aber gar nicht so einfach den richtigen Farbton zu Treffen. Uns ist es zum Glück gut gelungen.

Sind die Flexkleberschichten aufgetragen, steht man vor der nächsten Entscheidung: wie versiegele ich die Flexkleberschicht?
Wir haben es mit lösemittelfreiem Klarlack versiegeln. Wir haben dann noch Sand in den Klarlack gestreut damit das ganze schön rau bleibt.
Sieht besser aus und eure Lieben können auch noch besser Klettern.
Diese Variante hat einen entscheidenden Nachteil. Die Wände lassen sich nur mehr schwer reinigen. Umgehen kann man dieses Problem, indem man mehrere Schichten lösemittelfreien Klarlack aufbringt, wodurch die Flächen immer noch rau genug zum Klettern, gleichzeitig aber auch leichter zu reinigen sind.
Hier wurden sämtliche Flächen mit Sand beworfen. Hierbei muss der Sand kein spezieller Terrariensand sein; die günstigste Variante ist immer noch der in jedem Baumarkt erhältliche, handelsübliche Spielsand.
Beim Bewerfen (oder Bestreuen) der Flächen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass immer nur kleine Flächen mit dem Klarlack bepinselt und anschließend sofort beworfen werden, da die Mischung sehr schnell trocknet, wodurch natürlich kein Sand mehr kleben bleiben kann!

Den Terrarienboden solltet Ihr auch anstreichen; zum Einen sieht´s besser aus und zum Anderen gelangt halt doch mal der eine oder andere Wassertropfen (durch Wasserschüsseln o.ä.) auf den Boden.
Um zu verhindern, dass insbesondere bei Rohspanplatten das Wasser auf Dauer den Rohspan aufwölbt, sollte dieser wenigstens mit einem wasserfesten und lösemittelfreien Lack angestrichen werden.
Falls du ohne doppelten Boden arbeitest, musst du jetzt noch einen geeigneten Platz für die Elektrik finden (Vorschaltgeräte, Fassungen etc.).
Wir haben hierfür einen eigenen Lichtkasten gebaut natürlich auch aus OSB Platten.

Du solltest unbedingt Keramikfassungenverwenden, da die Lichter meist sehr heiß werden, insbesondere Wärmelampen und spezielle Lampen wie HQL-Leuchten.
Keramik leitet die Wärme schlecht und ist somit optimal geeignet zum Einbau in Terras.
An der Vorderseite können nun die Glasscheiben eingesetzt werden.
Die üblichste Methode ist das Einsetzen der Scheiben in Glasführungsprofile. Vorsicht - die Glasführungsprofile bestehen aus zwei unterschiedlich hohen Schienen! Die Schiene mit der Trieferen Nut immer oben!
So lassen sich die Glasscheiben später auch problemlos wieder entfernen.
Nun kannst du alle Lichter einbauen und sie mit Zeitschaltuhr einfach zwischenstecken oder es gibt auch Steckerleisten die man über den PC programmieren kann. (Silvershield Power Manager)
Verwenden wir auch - haben den Vorteil das man alles über den Pc machen kann. So nun ist es soweit - dein Terrarium ist nun fertig !
