Nicken

Durch das Nicken will die Bartagame ihre Überlegenheit und Dominanz zum Ausdruck bringen. Dies kann in unterschiedlichen Zusammenhängen passieren: Z.B. beim Zusammentreffen mit einer anderen Bartagame, um die Besitzansprüche an das Revier zum Ausdruck zu bringen oder im Rahmen des Balzverhaltens, um dem Weibchen zu imponieren.


Winken

Beim winken führt die Bartagame eine Kreisbewegung mit dem Arm aus. In der Regel dient diese Geste der Beschwichtigung und wird oft im Zusammenhang mit Ranghöheren gemacht. Demut demonstrieren Bartagamen zusätzlich mit dem langsamen Auf- und Abwärtsbewegungen von Kopf und Oberkörper sowie mit dem Abducken des Körpers.


Verbeugen

Die Bedeutung ist vergleichbar mit dem Winken, jedoch sieht man es hauptsächlich im Rahmen des Paarungsverhaltens als Reaktion auf das Balzgehabe des Männchens.

 

Züngeln

Zur Erkundung der Umgebung benutzen Bartagamen ihre Zunge. Dabei lecken sie die Gegenstände in ihrer Umgebung mit einem Züngeln ab. Die Duftstoffe der Objekte werden dann über die Zunge an das Jacobson-Organ weitergeleitet. Zur Begrüßung von Artgenossen wird ebenfalls die Zunge eingesetzt und die Nackenregion der anderen Tiere geleckt. Die Zunge wird auch zur Essbarkeitsprüfung eingesetzt. Dabei lecken die Tiere das vermeintliche Futter zunächst ab, bevor sie es verspeisen.

 

Augen schließen

Ein Zeichen der Ablehnung ist es, wenn Bartagamen ihre Augen schließen. Anders als beim Menschen ist es nicht ein Zeichen des Genießens, was oftmals falsch interpretiert wird. Es soll dem Halter signalisieren „Hör bitte auf, es gefällt mir nicht“.


Schlafen

Zum Schlafen suchen sich die Bartagamen einen Ort, an dem sie sich zurückziehen können. Dabei graben sie sich gerne eine Mulde oder schlafen in gemütlicher Position auf einem Ast. Manchmal ist auch zu beobachten, dass die Bartagamen nur auf dem Schwanz gestützt an einer Wand schlafen. Für Menschen ungewöhnliche Schlafpositionen sieht man bei Jungtieren öfter als bei erwachsenen.


An der Scheibe hin und her laufen

Bewegt sich das Tier oft an der Scheibe hin und her, kann das viele Gründe haben. Möglicherweise ist das Terrarium für das Tier zu klein (empfohlene Mindestgröße siehe Terrarium: Maße). Es kann aber auch sein, dass die Bartagamen mit ihrem eigenen Spiegelbild in der Scheibe spielen, dann sollte das Glas gereinigt werden. Oft hat die Bartagame nur etwas interessantes außerhalb des Terrariums entdeckt oder will einfach nur aus dem Terrarium heraus, weil es den Pfleger entdeckt hat.


Balzverhalten

Bartagamen Männchen sind während der Paarungszeit sehr oft extrem aktiv, wenn sie mit einem oder mehreren Weibchen zusammenleben. Mit schwarzem Bart und heftigem Kopfnicken wollen sie den Weibchen imponieren. Teilweise verleihen sie noch durch Stampfen mit den Vorderbeinen ihre Absichten. Weibchen antworten oft durch Winken. Durch Absenken des Körpers und eventuell Anheben des Schwanzes signalisieren sie Paarungsbereitschaft.


Revierkämpfe

Begegnen sich zwei Männchen, so kann es zu richtigen Kämpfen kommen. Dies ist unter anderem der Grund, warum man niemals mehr als ein Männchen in einem Terrarium halten sollte. Die Kämpfe beginnen damit, dass die beiden Kontrahenten beide ihren Bart aufstellen, diesen schwarz färben und sich annicken. Dabei stellen sie ihren  abgeflachten Körper schräg in Richtung des Gegners auf und umkreisen sich. Währenddessen versuchen sie, gezielte Bisse beim Gegner zu landen. Bei den Kämpfen kann es durchaus passieren, dass der Schwanz abgebissen wird oder es zu anderen blutigen Wunden kommt.


Aufstellen des Bartes

Das Spreizen des Bartes sieht man bei Bartagamen recht häufig. Gleichzeitig wird der gesamte Körper verbreitert, so dass die Bartagame gefährlicher aussieht. Dadurch will sie andere Tiere einschüchtern. In der Natur wird diese Abwehrverhalten z.B. bei der Begegnung mit Fressfreinden eingesetzt, um diese in die Flucht zu schlagen. Auch beim Zusammentreffen zweier rivalisierender Männchen, gehört das Bartaufstellen zum Imponiergehabe.


Fauchen

Ein Fauchen werden die meisten Bartagamenhalter eher selten oder sogar gar nicht erleben. Bartagamen fühlen sich extrem bedroht, wenn sie fauchen. Beim Fauchen wird der Bart aufgestellt, das Maul geöffnet und gefaucht. Das ist auch das einzige Geräusch, das gesunde Bartagamen von sich geben können.


Beißen

Noch seltener als fauchende Bartagamen, erlebt man beißende Bartagamen. Bevor eine Bartagame zubeißt, wird meist erst gedroht.